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Die Methode

Für Beschwerden, bei denen klassische Verfahren nicht weiterkommen.

Eine eigenständige manuelle Methode. Bis zu sechs Gewebeschichten in einer Sitzung, von der Haut über Faszien und Sehnen bis zur tiefen Muskulatur. Für komplexe Fälle am Bewegungsapparat.

  • Bis zu 6 Gewebeschichten in einer Sitzung
  • 60 bis 120 Min pro Behandlung
  • Eigenständige Methode
Geschichtete Stoffe in cremefarbenen, mocha- und burgundroten Tönen als Metapher für die Gewebeschichten der Methode
Was sie ist

Eine therapeutische Methode, kein Wellness-Konzept.

Was sie ist

  • Manuelle Methode für komplexe Beschwerden am Bewegungsapparat
  • Strukturarbeit von der Haut über Faszien und Sehnen bis zur tiefen Muskulatur in einer Sitzung
  • Eigenständig entwickeltes Repertoire
  • Befund-geführt, ohne standardisiertes Programm

Was sie nicht ist

  • Keine Entspannungs- oder Wellness-Massage
  • Keine klassische schwedische Massage
  • Keine Übernahme oder Variante einer bestehenden Marken-Methode
  • Kein medizinisches Heilverfahren im Sinne der Schulmedizin
Bis zu sechs Schichten

Strukturarbeit von außen nach innen.

Die Methode behandelt nicht ein Symptom oder eine einzelne Struktur, sondern bis zu sechs Gewebeebenen in einer Sitzung: von der Haut über Faszien und Sehnen bis zur tiefen Muskulatur. Das ist ihr methodischer Kern.

  1. Schicht 1

    Haut

    Erste Schicht mit Mechano- und Nozizeptoren

    Die Haut wird in vielen Verfahren übersehen, weil sie scheinbar nicht mit Tiefenstrukturen zusammenhängt. Tatsächlich enthält sie eine hohe Dichte an Mechano- und Nozizeptoren. Ihre Beweglichkeit über tieferen Schichten ist häufig eingeschränkt. In der Jenkins® Methode wird die Haut als eigenständige Arbeitsebene angesprochen, bevor tiefere Schichten adressiert werden.

  2. Schicht 2

    Faszien

    Form des Bindegewebes mit enormer Nervendichte

    Faszien sind eine Form des Bindegewebes und ein zusammenhängendes Netzwerk durch den ganzen Körper. Sie haben eine enorme Nervendichte mit etwa 250 Millionen sensorischen Nervenenden, ungefähr zehnmal mehr Rezeptoren als an den Muskeln. Faszien sind in der Praxis die Quelle vieler Beschwerden. Spannung in einem Bereich kann Muster an entfernten Stellen erzeugen. Die Jenkins® Methode adressiert diese Verbindungen, nicht nur die lokale Stelle.

  3. Schicht 3

    Allg. Bindegewebe

    Trägerstruktur, umgibt auch Organe und Muskeln

    Das allgemeine Bindegewebe ist die Trägerstruktur des Körpers. Es umgibt auch Organe und Muskeln, trägt Lymph- und Nervengeflechte. Verklebungen wirken sich direkt auf die Versorgung darunter liegender Strukturen aus. Klassische Massage erreicht das Bindegewebe oft nur in seiner obersten Lage. Die Jenkins® Methode arbeitet bewusst durch alle Lagen hindurch.

  4. Schicht 4

    Periost

    Empfindliche Knochenhaut mit vielen Nervenendigungen

    Das Periost ist die Knochenhaut, sehr empfindlich und mit vielen Nervenendigungen versehen. Besonders relevant ist es am Sternum (Brustbein) und an der Clavicula (Schlüsselbein), wo es direkt unter der Haut liegt. Periost-Arbeit ist wichtig für Brustkorb, Wirbelsäule, Thorax und Atmung. Sie wird in vielen Verfahren außer Acht gelassen, ist aber zentraler Teil der Jenkins® Methode.

  5. Schicht 5

    Sehnen

    Bindegewebsstruktur mit Mechanorezeptoren

    Sehnen sind ebenfalls eine Bindegewebsstruktur. Das Golgi-Sehnenorgan misst die aktive Muskelspannung und löst bei zu hoher Spannung einen Reflex zur Entspannung aus. Über die Sehnenarbeit lässt sich die Muskulatur entspannen, ohne direkt am Muskel zu arbeiten. Sehnen enthalten viele Nozizeptoren und sind in vielen Fällen mitverantwortlich für hartnäckige Beschwerden.

  6. Schicht 6

    Muskeln

    Tiefenarbeit am gesamten Bewegungsapparat

    Myogelosen sind chronisch verhärtete Muskelpartien, in denen sich Abfallstoffe sammeln. Sie erzeugen lokale Druckreize. Davon klar zu unterscheiden sind Triggerpunkte: lokale, hyperirritable Punkte, die in entfernte Areale ausstrahlen können. Triggerpunkte entstehen nicht aus Myogelosen. Beide Befunde werden in der Jenkins® Methode unabhängig voneinander adressiert. Auch die Übergänge zu den Sehnen sind häufig Sitz von Spannungsmustern.

Geschwindigkeitstechnik und Schonung

Schneller arbeiten, weniger Belastung erzeugen.

Klassische Tiefenmassage hält Druck über mehrere Sekunden auf einer Stelle. Der Körper meldet das als anhaltenden Reiz. Die Geschwindigkeitstechnik der Jenkins® Methode nutzt stattdessen schnelle, präzise Impulse. Das Nervensystem hat keine Zeit, einen vollständigen Reiz zu generieren, und das Gewebe reagiert schneller mit Entspannung. Schonend ist die Arbeit aber nicht nur durch das Tempo, sondern vor allem durch die korrekte Körperhaltung der Behandler.

Geringere Belastung für die Klient/innen

Die Reizdauer pro Punkt ist kurz. Das subjektive Empfinden ist deutlich niedriger als bei langsam arbeitender Tiefenmassage.

Aus dem richtigen Winkel arbeiten

Die Behandler arbeiten mit dem eigenen Körpergewicht, mit Schwung und Bewegung statt aus Oberarmkraft. Erst dadurch ist eine zweistündige Sitzung über Jahre täglich überhaupt möglich.

Ganzkörper-Sitzungen erst möglich

Die Effizienz der Technik macht Behandlungen von 60 bis 120 Minuten am gesamten Körper überhaupt durchführbar. Klassische Tiefenmassage wäre in dieser Dauer weder für Klient/innen noch für Behandler tragbar.

Kinetische Ketten

Der Körper ist eine Kette, kein Sortiment einzelner Teile.

Eine Schulterproblematik kann ihren Ursprung in Spannungsmustern im Becken, in der Wade oder in der Kiefermuskulatur haben. Die Jenkins® Methode arbeitet konsequent in kinetischen Ketten. Es wird der ganze relevante Bereich befundet, nicht nur die Stelle, an der die Beschwerden gespürt werden.

Ursache statt Symptom

Häufig liegt der Ursprung an einer anderen Stelle als das Symptom. Die Jenkins® Methode löst Spannungsmuster entlang der ganzen Kette, nicht nur am Schmerzort.

Sitzungs-Dauer als methodische Notwendigkeit

60 bis 120 Minuten ergeben sich nicht aus Großzügigkeit, sondern aus dem Anspruch, in einer einzelnen Sitzung mehrere kinetische Ketten zu adressieren.

Befund führt, nicht ein Programm

Es gibt keinen vorgegebenen Ablauf. Jede Sitzung folgt der individuellen Spannungslage der Klient/innen. Standardisierte Behandlungs-Pläne sind methodisch ausgeschlossen.

Strukturen statt Symptome

Wer ein Faszien-Problem hat, hat häufig auch ein Triggerpunkt-Problem. Isolierte Behandlung einzelner Strukturen greift in der Praxis zu kurz.

Im Vergleich

Wie sich die Methode zu anderen Disziplinen verhält.

Wenn andere Methoden an ihre Grenzen stoßen oder Sie sich den Spießrutenlauf frustrierender Therapieversuche ersparen möchten, ist die Jenkins® Methode der direkte Weg zu einer Behandlung, die Muskeln, Faszien, Triggerpunkte, Sehnen und Periost in kinetischen Ketten zusammen adressiert. Jede der folgenden Disziplinen hat ihre eigenen Stärken, Indikationen und Grenzen. Hier eine sachliche Gegenüberstellung.

Klassische Massage

Ansatz

Entspannung, Lockerung, Wohlbefinden. Arbeitet überwiegend in den oberflächlichen Schichten.

Jenkins® Methode

Strukturarbeit über bis zu sechs Schichten von der Haut über Faszien und Sehnen bis zur tiefen Muskulatur. Therapeutische Zielsetzung, kein Wellness-Anspruch.

Klassische Physiotherapie

Ansatz

Symptomatischer Ansatz, oft 20 bis 40 Minuten pro Termin, mit häuslichem Übungsprogramm. Behandelt vor allem Gelenke, oft lokal, Muskeln.

Jenkins® Methode

Systemischer Ansatz, 60 bis 120 Min pro Sitzung, kein Übungsprogramm zwingend nötig. Adressiert Muskeln, Faszien, Sehnen, Periost und andere Bindegewebsstrukturen.

Triggerpunkt-Therapie

Ansatz

Lokale Druckpunkt-Behandlung definierter Triggerpunkte, häufig isolierter Befund.

Jenkins® Methode

Triggerpunkte als ein Element von mehreren Schichten. Integriert mit Faszien-, Sehnen- und Periost-Arbeit.

Faszientherapie

Ansatz

Faszien werden isoliert betrachtet und behandelt, oft als eigene Disziplin.

Jenkins® Methode

Faszien werden nie isoliert bearbeitet. Sie sind eine Schicht von mehreren, immer im Verbund mit Triggerpunkten und Sehnen.

Osteopathie

Ansatz

Strukturelle, viszerale und kraniosakrale Arbeit. Breit aufgestelltes Verfahren mit eigener Diagnostik.

Jenkins® Methode

Schwerpunkt auf manueller Tiefenarbeit am Bewegungsapparat. Keine viszerale oder kraniosakrale Arbeit.

Therapeutische Märkte sind klein. Wir verstehen die Jenkins® Methode als eigenständige Option für Fälle, in denen andere Verfahren an ihre Grenzen kommen.

Entstehung der Methode

Aus eigener Not entwickelt.

  1. Die Lücke in der Praxis

    Ende der 1990er Jahre war Faszien- und Bindegewebsarbeit in Deutschland noch kein Thema. Rolfing existierte, war aber keine echte Faszienarbeit. Ein Ansatz, der mehrere Gewebeschichten in einer einzelnen Sitzung integriert behandelt, fehlte.

  2. Selbstexperiment am eigenen Körper

    Die spätere Gründerin der Methode, Yvonne, war selbst von schweren chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat betroffen. Sie war auf Opioide angewiesen und hatte dennoch keine ausreichende Linderung. Aus dieser Not heraus begann sie, am eigenen Körper zu experimentieren. Sie modifizierte bestehende Techniken und entwickelte vollständig neue Grifftechniken.

  3. Ganzkörper statt lokal

    Die zentrale Erkenntnis aus dem Selbstexperiment: nicht nur lokal arbeiten, sondern den Körper als Ganzes betrachten. Über mehrere Jahre entstand ein systematisches Set aufeinander abgestimmter Techniken: die Geschwindigkeitstechnik, die Schichtarbeit von der Haut über Faszien und Sehnen bis zur tiefen Muskulatur, die Arbeit in kinetischen Ketten. Eine bis drei Behandlungen reichen meist aus, in schweren Fällen bis zu fünf.

  4. Heute

    Die Methode wird heute von einigen sehr erfolgreichen zertifizierten Therapeut/innen weitergegeben. Nach der Ausbildung können sie die Methode eigenständig durchführen und direkt in die Praxis umsetzen. Bei Interesse kann zusätzlich ein Spezialkurs angeboten werden.

Wissenschaftlicher Stand

Biomechanisch erklärbar, formelle Validierung steht aus.

Die Jenkins® Intensivmassage ist bisher nicht in akademischen Lehrbüchern beschrieben. Ihre Wirkmechanismen lassen sich biomechanisch und neurophysiologisch beschreiben. Die Methode nutzt bekannte Reaktionen des Bindegewebes, der Mechanorezeptoren in der Haut, der Nozizeptoren in Faszien und Sehnen sowie des autonomen Nervensystems. Eine formelle wissenschaftliche Validierung in Form kontrollierter Studien steht aus. Die Erfahrung in der Praxis bildet bisher die Grundlage. Wir kommunizieren das offen, weil seriöse Erwartungssteuerung wichtiger ist als Werbe-Sprache.

Kostenloses Beratungsgespräch

15 bis 30 Minuten. Unverbindlich.

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